Wie kann ich einen gb jam verhindern
From Airsoft FAQ
Wie kann man einen Gearbox-Jam verhindern? Grundsätzlich gilt: Im Normalzustand der Waffe gar nicht.
Aber ein wenig herauszögern kann man ihn, das werden der nächste und der übernächste Abschnitt erläutern. Der letzte Abschnitt stellt dann vor, was man technisch machen kann, um eine dauerhafte Lösung zu erzielen.
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Spannung!
Ein üblicher Ansatz ist, die Waffe mit einer höheren Spannung zu betreiben. Tokyo Marui empfiehlt für eigene Waffen eine Spannung von 8,4V. In Deutschland betreibt man solche Waffen üblicherweise mit 9,6V.
Natürlich ist auch noch mehr möglich, 10,8V und 12V sind bei ganz großen Tunings sowieso üblich. Allerdings muß man feststellen:
Zum einen sind solche Akkupacks unformatig - bei für Small-Type- und Twin-Type-Akkus ausgelegten Waffen passen die 9,6V Varianten meist (die Sig 552 ist eine Ausnahme, das TM M4-S System gerüchteweise auch: ToDo Sig-Umbau verlinken, M4-S prüfen). Bei Waffen, die für Large-Type Akkupacks ausgelegt sind, ist das eher nicht so. Dort empfiehlt sich entweder eine Sonderbauform (Da Large-Types meist in den Schaft gehören, baut man üblicherweise die neue Zelle nicht in Reihe mit den anderen, sondern unterhalb der Reihe an) oder ein sogenannter "Mid-Type" Akkupack, der mit 4/5-!SubC-Zellen betrieben wird. Noch größere Akkupacks passen meist schwer. _Siehe auch:_ welche groesse haben akku zellen und wieviele zellen hat ein akku
Zum anderen bedeutet höhere Spannung auch höheren Verschleiß für alle Teile der Waffe. 9,6V sind ein Konsens, mehr nicht. Für höhere Spannungen muß man meist noch die Verkabelung der Waffe tauschen, bei 9,6V ist das nicht notwendig.
Diese Maßnahme zögert allerdings nur heraus, daß ein Gearbox-Jam geschieht. Verhindern kann sie ihn nicht. Im nächsten Abschnitt sprechen wir also über langfristig sinnvolle Lösungen, falls das Kind aber vorher in den Brunnen fällt, _siehe:_ meine_aeg_schiesst_nicht_mehr.
Richtig triggern?
Einen GB-Jam provozieren kann man durch zu schnelles Abziehen/Abkrümmen. So bietet sich ganz einfach an, langsam zu Schießen und nicht zu versuchen, mit der RoF der vollautomatisch schießenden Konkurrenz mitzuhalten. Ein Schuss pro Sekunde sollte sicher sein - aber seien wir ehrlich: Das gelingt nicht immer. Deckungsfeuer läßt sich nur schwer so realisieren.
Früher oder später macht man dann doch mal einen Fehler, daher kommen wir jetzt zu permanenten Lösungen.
Was tue ich auf Dauer?
Möglichkeiten:
- Du stellst fest "Oh, ich spiele eh' nur im Ausland" und baust Deine Waffe dort vor jedem Spiel auf vollautomatisch um (ganz einfach, wird hier aber nicht erklärt, immerhin ist das in Deutschland illegal) und vor allem, vor der Rückreise wieder zurück. _Siehe auch:_ wie baue ich meine aeg vollautomatisch um
- Du baust den Anti-Reversal-Latch aus. Da schreien die E-Techniker dann alle auf, von wegen Rückströmen und so, deswegen ist das ein wenig kritisch. Kurzum ein kompliziertes Thema, noch nicht ausdiskutiert. Eine Ausführung dazu findet sich weiter unten, außerdem kannst Du in den Foren ein wenig recherchieren. Zusätzliches Stichwort ist "Schottky-Diode".
- Du kaufst eine Waffe mit der Möglichkeit, den GB-Jam per Knopfdruck zu lösen: Bei ICS M4 und M16s kannst Du dank der Klapptechnik die Waffe aufmachen und die Zahnräder drehen. Und ICS M4/M16 und die TM FAMAS haben einen Hebel, um den Anti-Reversal-Latch von außen zu lösen.
- Du nimmst den Gearbox-Jam hin und kaufst dir eine Waffe bei der man es schnell beheben kann, dafür bekannt ist z.B. die G36c beider Hersteller. Bei dieser ist es innerhalb von 3-4 Minuten möglich einen GB-Jam zu beheben!
Überlegungen zum Ausbau des Reversal Latches
- Anmerkung von: 210-21*: In der Gearbox und ausserhalb von ihr spielt sich der gesamte Elektronikteil der AEG (oder in Deutschland: SAEG) ab.
Der Minuspol geht vom Akku durch die Sicherung direkt zum Motor. Anders sieht es beim Pluspol aus, der geht bei einer v2 Gearbox vom Akku durch die Sicherung, weiter zur Selectorplate, durch die Switch-Assembly und dann zum Motor. Die Switch-Assembly ist nichts weiter als ein Bolzen aus Metall, der beim Betätigen des Abzugs zwischen zwei Kontakte gedrückt wird. Durch die zwei Kontakte und den Bolzen fliesst der Strom zum Motor.
Also: Wenn wir den Anti-Reversal-Latch ausbauen, können sich die Gears durch die Kraft der Feder, da sie sich entspannt, zurücklaufen. Durch das Zurückdrehen der Gears fängt jedoch der Motor an, Strom zu produzieren und leitet diesen in den Akku. Was auch wirklich geschehen würde, wenn nicht die Switch-Assembly da wäre.
Die Verbindung zwischen den Bolzen und den beiden Kontakten wird nach jedem Schuss (Wichtig: Nur beim Einzelschuss) gekappt. Wie kann also Strom in den Akku fliessen, wenn kein Kontakt zum Akku hergestellt ist?
Jedoch muss ich trotzdem vom Ausbauen des Anti-Reversal-Latch abmahnen: Beim Rücklaufen der Gears wird auch die Tappet-Plate zurück gezogen, diese zieht wiederum das Nozzle zurück, das in der Hop-Up Unit steckt. Das Nozzle hat beim letzten Schuss bereits einen neuen Schuss in die Hop-Up Unit gelassen. Nun zieht sich das Nozzle zurück und lässt einen weiteren zweiten Schuss in die Hop-Up Unit. Und dieser zweite Schuss kann die Hop-Up Unit beschädigen oder die Waffe verstopfen.
Meiner Meinung nach ist es das beste, eine SAEG mit einem 9,6 V Akku zu betreiben, dadurch lässt sich sehr gut einen GB-Jam vermeiden. Leider wird der Verschleiss der GB dadurch erhöht.
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